Sommer, Herbst, Winter und Frühling am Starnberger See

Der Starnberger See am Voralpenland zählt zu den wichtigsten Naherholungsgebieten des Pfaffenwinkels. Auch Fürstensee genannt, ist er mit 21 km Länge, bis zu 5 km Breite und 127 m Tiefe zweitgrößter See Bayerns. Orte wie Seeshaupt, Antdorf, Habach & Sindelsdorf konnten ihren ländlichen Charakter bewahren und bieten ein Hinterland von urwüchsiger Schönheit.

Bei Iffeldorf schließt sich das Naturschutzgebiet Osterseen an, eine einmalige Hochmoorlandschaft bestehend aus 19 kleinen Seen, den "Tränen" des Starnberger Sees.

Die sich im Süden des Starnberger Sees erstreckende verwunschene Landschaft, die der Würmtal-Gletscher in der letzten Eiszeit geformt hat besticht durch sanfte Hügel, von denen man auf die gesamte Bergkette der bayerischen Alpen blicken kann und durch dunkle Wälder, die eine Vielzahl von Moorwiesen und kleinen Seen verbergen.

Die ehemalige Bergbaustadt Penzberg als regionaler Wirtschaftsstandort bildet dazu einen lebhaften und gelungenen Kontrast. In unmittelbarer Nachbarschaft findet sich das barocke Kloster Benediktbeuern, heute eine weithin bekannte Bildungsstätte.

Lange Zeit unbekannt, entwickelten sich die Seen zum Freizeitparadies für die Münchner. Heute - nachdem die Osterseen zum Landschaftsschutzgebiet erklärt worden sind - ist die frühere Ruhe und Beschaulichkeit weitgehend zurückgekehrt. In der Reihe "Bilder einer Landschaft" zeigt der Film von Gabriele Dinsenbacher die verzauberte kleine Welt der Seen: Im Biergarten von Hohenkasten, im Schloss Hohenberg mit den Prinzessinnen von Thurn und Taxis, beim Ochsenrennen von Münsing, in der wunderbar gelegenen Klinik "Lauterbacher Mühle", in der barocken Wallfahrtskirche Maria im Heuwinkl bei Iffeldorf oder der Gärtnerei von Schloss Weidenkam liegen einige der Stationen dieses spätsommerlichen Bilderreigens "Rund um die Osterseen".

Die Osterseen sind eine Gruppe von Gewässern südlich des Starnberger Sees im Landkreis Weilheim-Schongau in Oberbayern. Die südlichen und mittleren Osterseen mit dem Großen Ostersee gehören zur Gemeinde Iffeldorf, die nördlichen Osterseen ab dem Stechsee sowie der Frechensee zur Gemeinde Seeshaupt. Iffeldorf liegt rund fünf Straßenkilometer östlich von Penzberg, 20 km westlich der Kreisstadt Weilheim und 50 km süd-südwestlich des Stadtzentrums von München.

OsterseenDie 20 größeren Einzelseen haben eine Gesamtfläche von rund 225 Hektar und eine mittlere Tiefe von gut neun Metern. Nicht mitgerechnet werden hier der Kleine Gröbensee sowie etwa 15 unbenannte kleinere Seen mit jeweils nur wenigen Hundert Quadratmetern Fläche, von denen sieben schon stark verlandet sind.

Seit 1981 besteht das Naturschutzgebiet Osterseen mit einer Fläche von 1.083 ha. Davon entfällt etwa ein Drittel auf die Oberflächen der Gewässer, 494 ha sind Hoch-, Nieder- und Zwischenmoore, 172 ha bestehen aus naturnahem Mischwald. Rund fünf Prozent der Osterseenlandschaft setzen sich aus Uferregionen, Verlandungsgebieten und Wiesen zusammen. Das Naturschutzgebiet gliedert sich in drei Teile, die durch Bahnlinie und Straße (Seeshaupt-Penzberg über Iffeldorf mit der Anschlussstelle Penzberg/Iffeldorf zur A 95) voneinander getrennt sind: Südliche Osterseen, Nördliche Osterseen und Frechensee. Im Mai 1997 wurden die Osterseen als SPA- (europäisches Vogelschutzgebiet) und FFH-Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie

nach Brüssel gemeldet. Das Gebiet gilt neben der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte und den Seeoner Seen als größte und strukturreichste Eiszerfallslandschaft des bayerischen Alpenvorlandes. Der Komplex aus moorigen und nährstoffarmen Seen, Nieder-, übergangs- und Hochmooren neben Moor- und Bruchwäldern mit seiner außerordentlichen Vielfalt an Arten in den vernetzten Habitaten, Biotopen und ökologischen Nischen hat für die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung europaweite Bedeutung.

Im September 2006 wurde das Osterseengebiet mit dem Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“ des bayerischen Umweltministeriums ausgezeichnet.

Osterseen Landschaft Die Gegend war lange Zeit nur dünn besiedelt und taugte wegen der sumpfigen Beschaffenheit nur bedingt zur Jagd oder zum Fischfang, noch weniger zur Landwirtschaft, weshalb sie von Eingriffen des Menschen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend verschont blieb. Es gab nur wenige kleine Ansiedlungen in der unmittelbaren Umgebung, und diese orientierten sich in ihrer Landnutzung eher weg von den Seen. Bereits 1955 wurde die Gegend zunächst als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Mit der zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft, die einen wachsenden Einsatz von Kunstdünger auch in der näheren Umgebung der Seen mit sich brachte, begann sich das Nährstoffangebot in den Seen zu vermehren und die Wasserqualität nahm zusehends ab. Doch erst durch die Eröffnung eines Campingplatzes mit heute 40 Durchgangs- und 98 Jahresstellplätzen am Fohnsee (Campingplatz Fohnsee) und die zunehmende Mobilität der Menschen, die einen enormen Zulauf an Badegästen aus umliegenden Orten und der Großstadt München mit sich brachte (bis zu 10.000 Menschen an Spitzentagen) geriet das Seengebiet ab den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts an den Rand des ökologischen Zusammenbruchs.

Osterseen LandschaftDies konnte verhindert werden, indem auf Betreiben der Gemeinde Iffeldorf 1981 dem Areal um die Seen der Status eines Naturschutzgebietes verliehen wurde, verbunden mit einem Wegegebot und strenger Reglementierung zulässiger Badestellen, die am Süd- und Ostufer des Fohnsees und am südlichsten und nördlichsten Abschnitt des Ostufers am Großen Ostersee ausgewiesen wurden. Auch durch Begrenzung der (gebührenpflichtigen) Parkplätze konnte mittlerweile der Besucherzustrom auf unter 5.000 Personen selbst an Spitzentagen reduziert werden. Informationstafeln an den Eingängen zum Naturschutzgebiet zeigen den Verlauf der öffentlichen Wanderwege um die Seen und die genaue Lage der zum Schwimmen freigegebenen Uferbereiche, geschützte Bereiche wurden zudem teilweise eingezäunt.

Quelle & Bilder: Wikipedia

Die Seen und Tümpel bedecken rund 225 Hektar Fläche, und sind durch weitläufige Moorflächen oder Kanäle miteinander verbunden.

Weite Schilfgürtel oder Moore verhindern den freien Zugang an vielen Stellen. Baden ist aber aus Gründen des Naturschutzes sowieso nur an gekennzeichneten Stellen erlaubt.

Frechensee, Großer Ostersee (117 ha, bis zu 30 m tief), Forchsee sind die bekannteren Namen.

Aber es gibt auch noch einen Waschsee (0,85 ha), den Schilfhüttensee (1,17 ha), einen Sengsee (5,45 ha), Fischkaltersee (3,28 ha), Herrensee (3 ha), Bräuhaussee (5,11 ha), Eishaussee (7,69 ha), den östl. und westl. Bretenauersee, Ameisensee (3,76 ha), Stechsee (7,5 ha), Gröbensee (6,07 ha), Lustsee (5,92 ha), Gröbensee (6,07 ha), Gartensee (7,5 ha), und Fohnsee (21 ha).

Badestellen finden Sie am Ostufer des Großen Ostersee am östlichen Breienauersee. Zwischen Iffeldorf und Seeshaupt befinden sich links zwei Parkplätze vor und in Höhe von Staltach. Von dort geht es zu Fuß über die Bahnlinie, dann sind es noch 5 Minuten bis zur Badestelle am See. Die Wiese ist oft feucht, Isomatte ist ratsam. Vom Strand aus lohnt sich der Alpenblick! FKK und Textil liegen hier gemischt.

Zwei weitere Badeplätze befinden sich an den Süd- und Ost-Ufern des Fohnsees. Die FKK-Badestelle erreichen Sie, wenn Sie von der Autobahnausfahrt nach Iffeldorf kommen und dann durch den Ort bis zur abknickenden Vorfahrt fahren. Von dort aus geht es geradeaus halbrechts runter.

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