Sommer, Herbst, Winter und Frühling am Starnberger See

Nachdem Ludwig II. im Juni 1886 durch ein äußerst zweifelhaftes und heutzutage unglaubwürdiges ärztliches Gutachten entmündigt und am 12. Juni nach Schloss Berg gebracht wurde, unternahm der ständig unter Beobachtung stehende König am darauf folgenden Tage mit dem Psychiater Dr. Gudden einen Spaziergang und wurde erst gegen Mitternacht leblos im See treibend gefunden.

Kreuz mit Votivkirche im HintergrundDie Version, Ludwig hätte durch Ertränken Selbstmord begangen, kann allein durch die Tatsache, dass man den 1,90 m großen Mann, der ein exzellenter Schwimmer war, im kniehohen Wasser fand, bei der Klärung der mysteriösen Todesumstände außer Acht gelassen werden. Die Stelle, an der Ludwig II. mit seinem Begleiter am 13. Juni 1886 den Tod fand, ist durch ein Kreuz (früher ein Fähnchen) im See bezeichnet. Von der Vereinigung "Ludwig II. - Deine Treuen" wurde im November 1918 ein eisernes Gedenkkreuz errichtet und gepflegt, das zuletzt 1986 durch ein Teakholzkreuz erneuert wurde

Zum Gedenken an den Fundort des Toten König Ludwig II im Starnberger See wurde eine Votivkirche erreichtet. Jedes Jahr zum Todestag am 13. Juni findet ein Gedenkgottesdienst statt.

Er ist ein König der Herzen. Nicht wenige Bayern nennen ihn heute noch ihren "Kini". Verwunderlich, auf den ersten Blick. Kaum ein Monarch erledigte seinen Job als Landesoberhaupt so unwillig und so mangelhaft wie Ludwig II. Lieber unternahm er mitternächtliche Schlittenfahrten im Fackelschein, als sich den Amtsgeschäften zu widmen. Lieber besuchte er heimlich Richard Wagner in der Schweiz, als sich um seine Soldaten im Krieg zu kümmern. Er verschwendete horrende Summen, um private Träume zu verwirklichen. Zurückgezogen in vollkommener Einsamkeit, bezeichnete man ihn schließlich als wahnsinnig, sogar als Mörder seines Arztes.

König Ludwig II Trotzdem wurde er zu einem der populärsten Könige aller Zeiten. Seine Kunstversessenheit, seine Weltabgewandtheit und sein rätselhafter Tod reizen die Menschen bis heute wohl zu sehr, als dass er in Vergessenheit geraten könnte. Sein Schicksal wurde in Filmen, Theaterstücken und Musicals verewigt. Als steinerne Zeugen seiner Eigenwilligkeit ziehen Ludwigs Schlösser (Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee) jährlich Millionen Besucher an. Und immer noch gibt es Fanclubs, die ihm eisern die Treue halten.

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