Sommer, Herbst, Winter und Frühling am Starnberger See

Zwei Seen und ein MeerDer Kochelsee liegt 70 km südlich von München am Randbereich der Bayerischen Alpen. Er gehört zu den Gemeinden Schlehdorf (rund 30 Prozent im Westen) und Kochel am See im Osten. Während der Südliche Bereich des Sees noch von Bergen begrenzt ist, liegt der nördliche Teil schon im hier flachen Voralpenland und wird von einem Hochmoor begrenzt. Die Geschichte der Besiedelung Kochels begann (früher Quochcalun) auf der sog. Birg bei Altjoch, einem Felskegel direkt am Ufer des Kochelsees. Der Name Kochel ist abgeleitet aus dem lateinischen "Cocula", der Bezeichnung für Kopf, Kegel oder Gipfel. Die Loisach fließt bei Schlehdorf in den See und fließt bei Kochel am See wieder aus. Dabei fließt in etwa die selbe Wassermenge durch das Walchensee Wasserkraftwerk zu

Schiffahrt in Kochel
Vom 15. Juni bis 15. September fährt die Motorschiffahrt Kochelsee täglich. Den aktuellen Fahrplan finden Sie unter: www.motorschiffahrt-kochelsee.de

Die Ortschaft ein staatlich anerkannter Luftkurort

Kochel am See kann auf eine sehr alte Siedlungsgeschichte zurückblicken. Der Fischreichtum der beiden Seen Kochelsee und Walchensee zog bereits um 1.200 v. Chr. Vorkeltische Bewohner an. Im Jahre 739 wurden die beiden Klöster Benediktbeuern und Kochel am See eingerichtet. Das Kochler Kloster fiel 955 den Ungarn zum Opfer und wurde nicht mehr aufgebaut.

Die Verbindung vom Kochelsee zum Walchensee über den Kesselberg liess der Münchner Heinrich Barth vom 1492-1495 von einem Saumpfad zur ersten Kesselbergstraße aus bauen. Neben florierendem Handel brachte dies jedoch auch Schrecken und Leid, verursacht durch Übergriffe der Tiroler, ins Land. 1893-1897 erbaute man die Kesselbergstraße auf der heutigen Trasse neu. Zu Beginn dieses Jahrhunderts fanden dort bekannte Rennen mit berühmten Fahrern wie Hans Stuck und Manfred von Brauchitsch statt.

Berühmtheit erlangte der Ort erst durch den hünenhaften "Schmied von Kochel" Balthasar Mayer, der in der Weihnachtsnacht des Jahres 1705 während der Sendlinger Bauernschlacht heldenhaft gefallen sei und seitdem als bayerischer Volksheld verehrt wird. Während des spanischen Erbfolgekrieges besiegt Österreich-Habsburg das bayerisch-französische Heer und nimmt München ein. Die Bauern des bayerischen Oberlandes verbünden sich und planen, München in der Christnacht 1705 wieder zurückzuerobern. Dieser Plan wurde jedoch verraten, und so erwarteten nicht Münchner Bürger, sonden übermächtige kaiserliche Truppen die Oberländer. Die Bauern, bewaffnet mit Sensen, Morgensternen und nur wenigen Büchsen wurden von den überlegenen Habsburgern mit Musketen und Kanonen zurückgedrängt und fanden in Sendling noch einmal geringen Schutz. Auf dem Sendlinger Friedhof scharten sich die letzten überlebenden Bauern um jenen mutigen Schmied von Kochel, der dort getreu der Losung des Aufstandes "lieber bayerisch sterben, als kaiserlich verderben" fiel. Diese grausame und blutige Schlacht ging als "Sendlinger Mordweihnacht" in die Geschichte ein.

Einige Jahrhunderte gehörte Kochel zum Klosterland Benediktbeuern. Im Rahmen der Säkularisation und der daraus resultierenden modernen Staatsbildung Bayerns entstand die selbständige Gemeinde Kochel am See.

Anfang dieses Jahrhunderts inspirierte die grandiose Landschaft des 2-Seen-Landes zahlreiche Künstler. Es entstanden Begriffe wie "Malerwinkel" oder "Blaues Land", die sich in vielen bekannten Werken wiederspiegeln. Der Walchensee zog Lovis Corinth in seinen Bann und fand in etwa 60 seiner Bilder, die weltweit zu finden sind, Beachtung. In der Gegend um den Kochelsee fand Franz Marc zusammen mit einigen bekannten Künstlerkollegen des "Blauen Reiter" unzählige Motive für viele weltbekannte Werke.

Der Walchensee ist mit der maximalen Tiefe von 192,3 m Deutschlands tiefster See und mit 16,40 km² zugleich auch einer der größten Alpenseen Deutschlands. Seine Fläche hat die Form eines nach Norden gerichteten Dreiecks - Länge von 7 km und einer Breite von 4 km - mit der Basis am Südufer von Einsiedl bis Niedernach mit 6,9 km und einer Höhe von Breitort bis Urfeld mit 5 km. Der See liegt 75 km südlich von München inmitten der Bayerischen Alpen uf ca. 803 m Höhe. Er gehört mit seiner gesamten Fläche einschließlich der Insel Sassau zur Gemeinde Kochel am See. Im Osten und Süden grenzt er mit seinem Ufer an die Gemeinde Jachenau.

Der Kochelsee liegt 70 km südlich von München am Randbereich der Bayerischen Alpen. Er gehört zu den Gemeinden Schlehdorf und Kochel am See im Osten. Während der Südliche Bereich des Sees noch von Bergen begrenzt ist, liegt der nördliche Teil schon im hier flachen Voralpenland und wird von einem Hochmoor begrenzt. Die Loisach fließt bei Schlehdorf in den See und fließt bei Kochel am See wieder aus. Dabei fließt in etwa die selbe Wassermenge durch das Walchensee Wasserkraftwerk zu.

Mehr Informationen zu Walchensee und Kochelsee.

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